Modellbahnumbauten
Digitale Umrüstung E94 279
Roco E94 279 - Museumsedition
Meine E94 279 (Roco 43712) ist ein betagtes Modell, das ich trotz seines Alters gerne im Anlagenbetrieb fahre. Wie bei vielen alten Lokomotivmodellen ist die Beleuchtung auch hier eher dürftig. Vor allem wurde bei diesem Modell ein drittes Spitzenlicht oberhalb der Führerkabine gar nicht erst realisiert! Das fand ich von Anfang an bedauerlich und habe das jetzt bei meinem Lichtumbau berücksichtigt. Dank der LED-Technik ist das hier mit vertretbarem Zeitaufwand realisierbar.
Für den weiss/ roten Lichtwechsel an den anderen beiden Lampen im Lokomotivvorbau hält sich der Aufwand in Grenzen. Der vorhandene Lichtleiter kann als komplettes Bauteil weiterverwendet werden, da die Ausleuchtung mit der LED sehr gut funktioniert.
Bild 1: E 94 279 in voller Pracht
Bild 2: E 94 279 mit weissem Spitzenlicht
Bild 3: E 94 279 mit roter Schlussbeleuchtung
Als erste Vorbereitung verdrahte ich häufig die Stromzuführung von den Rädern auf die Platine neu. Die von Roco verwendeten Kabel sind für meine Bedürfnisse meistens zu starr. Um den Kabelweg zur Platine etwas zu verkürzen, habe ich das Kabel weiter zum inneren Ende des Radkontaktbleches verlegt.
Bild 4: neue Verdrahtung an den Radkontakten
Für die Verkürzung des Weges zur Platine nutze ich hier schon vorhandene Öffnungen auf beiden Seiten im Lokchassis der Roco E 94 279. Die Bewegungsfreiheit der Drehgestelle ist weiterhin gegeben und es ist dadurch mehr Raum für die Verkabelung der LED's im Vorbau entstanden.
Bild 5: Öffungen im Lokrahmen - Neuverkabelung zur Platine
Die alte Halterung mit der Glühbirne wird entfernt. Die neue Duo-LED kommt an die selbe Position wo die Glühbirne im Vorhinein war. Das hier verwendete Format ist jeweils eine Duo-LED 3528 je Seite.
Der Innenraum der Birnenhalterung muss natürlich isoliert sein, vorher war hierdurch der Massekontakt für die Birne gegeben. Bei den LED's lässt sich nicht ausschliessen, dass die Lötpunkte nicht doch elektrischen Kontakt zum Lokrahmen haben. Deshalb habe ich hier dickes Papier, bzw. dünne Pappe von Verpackungen, zur Isolation verwendet; also einen kleinen "Pappkäfig" für die LED gebaut. Damit sich die LED bei Bedarf problemlos austauschen lässt, ist sie nicht mit der Pappe verklebt sondern nur dadurch eingeklemmt.
Da ich den Verdrahtungsaufwand zwischen Vorbau und Lokkasten gering halten wollte, habe ich mir platzsparende "Platinen" aus den alten Kontrollzettelln von Roco gebastelt - einfach mit ein paar Tropfen Sekundenkleber aufkleben, der Kleber hält auch kurz den Temperaturen des Lötkolbens stand.
Zur farblichen Unterscheidung der jeweiligen Leuchtfarbe, sind die Zuleiter in rot und weiß mit dem Decoder verbunden (rot: F0 - weiß: F1/ F2). Als Leiterbahn habe ich die selbstklebenden Kupferleiter in den Breiten 3mm & 5mm verwendet. Die Widerstände für LED's sind auf der Hauptplatine aufgelötet. Es macht Sinn, die dünnen Litzen nach dem Anlöten an die Duo-LED nicht zu kurz abzwicken, da ein bisschen Bewegungsspielraum für eventuelle Servicearbeiten sinnvoll ist.
Bild 6: LED-Kontakte für die Beleuchtung im Vorbau
Bild 7: fertige Verdrahtung im Vorbau
Ich habe die Hauptplatine dafür genutzt, die Widerstände für den größten Teil der Beleuchtungselemente unterzubringen. Nachdem ich im Digitalbetrieb ohne Oberleitung fahre, habe ich die Platine von den Elemtenten für Oberleitungsbetrieb "befreit". Somit werden Lötpunkte frei, die ich zusätzlich nutzen kann.
Für die rote und weiße LED habe ich jeweils 1206er SMD-Widerstände mit 2,2kΩ mit 1/4w verbaut. Sie sind platzsparend und noch gut für geübte Bastler zu verlöten. Bei den gewählten Widerstandswerten ist es immer ein bißchen Geschmacksfrage, wie hell oder dunkel die Lampen leuchten sollen. Bei den ZIMO-Decodern läßt sich über die CV#60 individuell die Leuchtstärke nachregulieren. Als Standard ist dort immer 255 eingestellt. Auch hier habe ich wieder einen ZIMO MX600 Decoder gewählt, der mir persönlich mit seinen Grundfunktionen völlig ausreicht und mit seiner flachen Bauform gut ins Gehäuse passt.
Bild 8: Verdrahtung und Widerstände FS1
Bild 9: Verdrahtung und Widerstände FS2
Wie schon in der Einführung zum Umbau erwähnt, besitzt das Original natürlich auch ein drittes Spitzenlicht. Bei der Modellumsetzung von Roco wurde das seinerzeit nicht berücksichtigt. Für ein schöneres Beleuchungsbild habe ich mich dazu entschieden, das dritte Spitzenlicht in die Umrüstung auf LED mit einzubeziehen. Hierfür sind folgende Arbeiten notwendig:
Der Lichtleiter ist in der Scheinwerferöffnung schon vorhanden. Hierfür habe ich jeweils eine SMD-LED der Bauform 1206 mit warmweißem Farbton verwendet. Diese ist direkt an das winzige Lichtleiterelement mit Sekundenkleber angeklebt. Es empfiehlt sich, den Lichtkörper der LED und den Lichtleiter ein wenig mit einer Nadelfeile aufzurauhen. Somit haftet der Sekundenkleber besser an den Flächen an und als Folge dessen ist die Verklebung haltbarer.
Um etwas mehr Platz für die LED zu gewinnen, weil sonst der Lichtleichter durch die LED schräg in der Fassung liegt, habe ich vorsichtig mit einem Handbohrer den Bereich hinter dem Lichtleiter ausgefräßt. So ist genügend Raum entstanden, die LED bündig am Lichtleiter anzubringen.
Bild 10: 1206er LED am dritten Spitzenlicht
Damit die Verdrahtung zur Lokplatine ein bisschen stabiler wird - die dünnen Lackdrähte brechen gerne bei zu viel Bewegung ab - habe ich "Übergabepunkte" von den LED's mit selbstklebendem Kupferlötband auf der Dachunterseite zur Lokplatine geschaffen. Von dort aus geht es mit normalen (flexiblen) Digitalkabeln an die Platine. Auch hier ist wieder der Übersichtlichkeit halber die Kabelfarbe der jeweiligen LED-Leuchtfarbe zugeordnet. Ich habe bei beiden Führerständen jeweils nochmal einen 1kΩ-Widerstand vorgeschalten, um das Licht noch etwas zu dimmen. Dadurch, dass direkt die LED auf den sehr kurzen Lichtleiter geklebt ist, strahlt die LED sehr hell.
Bild 11: Verkabelung FS1 mit SMD-Widerstand
Das obere Spitzenlicht soll nach Möglichkeit nicht in die Führerräume einstrahlen, bei der Fahrt ist ja nicht ständig das Licht an... ;-) Folgend sind die Drähte mit einem Malerkrepp gegen Wegrutschen fixiert worden und anschließend wurde mit einem beidseitig geschwärzten Papierstreifen die LED an beiden Führerständen überklebt. Auch hier eignet sich für späteres Lösen ein Malerkrepp zum festkleben. Das Loch für die Schraube zum Strohmabnehmer ist mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt, damit das Papier nicht einreißt.
Bild 12: Verkabelung FS2 mit SMD-Widerstand
Ich wünsche allen Modellbahnern viel Freude beim Nachbauen und Fahren mit ihrer Museumslok E 94 279. Man kann nicht genügend Krokodile besitzen...! :-)
Für den weiss/ roten Lichtwechsel an den anderen beiden Lampen im Lokomotivvorbau hält sich der Aufwand in Grenzen. Der vorhandene Lichtleiter kann als komplettes Bauteil weiterverwendet werden, da die Ausleuchtung mit der LED sehr gut funktioniert.
Bild 1: E 94 279 in voller Pracht
Bild 2: E 94 279 mit weissem Spitzenlicht
Bild 3: E 94 279 mit roter Schlussbeleuchtung
Neuverdrahtung Stromabnahme:
Als erste Vorbereitung verdrahte ich häufig die Stromzuführung von den Rädern auf die Platine neu. Die von Roco verwendeten Kabel sind für meine Bedürfnisse meistens zu starr. Um den Kabelweg zur Platine etwas zu verkürzen, habe ich das Kabel weiter zum inneren Ende des Radkontaktbleches verlegt.
Bild 4: neue Verdrahtung an den Radkontakten
Für die Verkürzung des Weges zur Platine nutze ich hier schon vorhandene Öffnungen auf beiden Seiten im Lokchassis der Roco E 94 279. Die Bewegungsfreiheit der Drehgestelle ist weiterhin gegeben und es ist dadurch mehr Raum für die Verkabelung der LED's im Vorbau entstanden.
Bild 5: Öffungen im Lokrahmen - Neuverkabelung zur Platine
Fangen wir mit der Beleuchtung im Vorbau an:
Die alte Halterung mit der Glühbirne wird entfernt. Die neue Duo-LED kommt an die selbe Position wo die Glühbirne im Vorhinein war. Das hier verwendete Format ist jeweils eine Duo-LED 3528 je Seite.
Der Innenraum der Birnenhalterung muss natürlich isoliert sein, vorher war hierdurch der Massekontakt für die Birne gegeben. Bei den LED's lässt sich nicht ausschliessen, dass die Lötpunkte nicht doch elektrischen Kontakt zum Lokrahmen haben. Deshalb habe ich hier dickes Papier, bzw. dünne Pappe von Verpackungen, zur Isolation verwendet; also einen kleinen "Pappkäfig" für die LED gebaut. Damit sich die LED bei Bedarf problemlos austauschen lässt, ist sie nicht mit der Pappe verklebt sondern nur dadurch eingeklemmt.
Da ich den Verdrahtungsaufwand zwischen Vorbau und Lokkasten gering halten wollte, habe ich mir platzsparende "Platinen" aus den alten Kontrollzettelln von Roco gebastelt - einfach mit ein paar Tropfen Sekundenkleber aufkleben, der Kleber hält auch kurz den Temperaturen des Lötkolbens stand.
Zur farblichen Unterscheidung der jeweiligen Leuchtfarbe, sind die Zuleiter in rot und weiß mit dem Decoder verbunden (rot: F0 - weiß: F1/ F2). Als Leiterbahn habe ich die selbstklebenden Kupferleiter in den Breiten 3mm & 5mm verwendet. Die Widerstände für LED's sind auf der Hauptplatine aufgelötet. Es macht Sinn, die dünnen Litzen nach dem Anlöten an die Duo-LED nicht zu kurz abzwicken, da ein bisschen Bewegungsspielraum für eventuelle Servicearbeiten sinnvoll ist.
Bild 6: LED-Kontakte für die Beleuchtung im Vorbau
Bild 7: fertige Verdrahtung im Vorbau
Verdrahtung Hauptplatine:
Ich habe die Hauptplatine dafür genutzt, die Widerstände für den größten Teil der Beleuchtungselemente unterzubringen. Nachdem ich im Digitalbetrieb ohne Oberleitung fahre, habe ich die Platine von den Elemtenten für Oberleitungsbetrieb "befreit". Somit werden Lötpunkte frei, die ich zusätzlich nutzen kann.
Für die rote und weiße LED habe ich jeweils 1206er SMD-Widerstände mit 2,2kΩ mit 1/4w verbaut. Sie sind platzsparend und noch gut für geübte Bastler zu verlöten. Bei den gewählten Widerstandswerten ist es immer ein bißchen Geschmacksfrage, wie hell oder dunkel die Lampen leuchten sollen. Bei den ZIMO-Decodern läßt sich über die CV#60 individuell die Leuchtstärke nachregulieren. Als Standard ist dort immer 255 eingestellt. Auch hier habe ich wieder einen ZIMO MX600 Decoder gewählt, der mir persönlich mit seinen Grundfunktionen völlig ausreicht und mit seiner flachen Bauform gut ins Gehäuse passt.
Bild 8: Verdrahtung und Widerstände FS1
Bild 9: Verdrahtung und Widerstände FS2
Arbeiten im Lokkasten:
Wie schon in der Einführung zum Umbau erwähnt, besitzt das Original natürlich auch ein drittes Spitzenlicht. Bei der Modellumsetzung von Roco wurde das seinerzeit nicht berücksichtigt. Für ein schöneres Beleuchungsbild habe ich mich dazu entschieden, das dritte Spitzenlicht in die Umrüstung auf LED mit einzubeziehen. Hierfür sind folgende Arbeiten notwendig:
Der Lichtleiter ist in der Scheinwerferöffnung schon vorhanden. Hierfür habe ich jeweils eine SMD-LED der Bauform 1206 mit warmweißem Farbton verwendet. Diese ist direkt an das winzige Lichtleiterelement mit Sekundenkleber angeklebt. Es empfiehlt sich, den Lichtkörper der LED und den Lichtleiter ein wenig mit einer Nadelfeile aufzurauhen. Somit haftet der Sekundenkleber besser an den Flächen an und als Folge dessen ist die Verklebung haltbarer.
Um etwas mehr Platz für die LED zu gewinnen, weil sonst der Lichtleichter durch die LED schräg in der Fassung liegt, habe ich vorsichtig mit einem Handbohrer den Bereich hinter dem Lichtleiter ausgefräßt. So ist genügend Raum entstanden, die LED bündig am Lichtleiter anzubringen.
Bild 10: 1206er LED am dritten Spitzenlicht
Damit die Verdrahtung zur Lokplatine ein bisschen stabiler wird - die dünnen Lackdrähte brechen gerne bei zu viel Bewegung ab - habe ich "Übergabepunkte" von den LED's mit selbstklebendem Kupferlötband auf der Dachunterseite zur Lokplatine geschaffen. Von dort aus geht es mit normalen (flexiblen) Digitalkabeln an die Platine. Auch hier ist wieder der Übersichtlichkeit halber die Kabelfarbe der jeweiligen LED-Leuchtfarbe zugeordnet. Ich habe bei beiden Führerständen jeweils nochmal einen 1kΩ-Widerstand vorgeschalten, um das Licht noch etwas zu dimmen. Dadurch, dass direkt die LED auf den sehr kurzen Lichtleiter geklebt ist, strahlt die LED sehr hell.
Bild 11: Verkabelung FS1 mit SMD-Widerstand
Das obere Spitzenlicht soll nach Möglichkeit nicht in die Führerräume einstrahlen, bei der Fahrt ist ja nicht ständig das Licht an... ;-) Folgend sind die Drähte mit einem Malerkrepp gegen Wegrutschen fixiert worden und anschließend wurde mit einem beidseitig geschwärzten Papierstreifen die LED an beiden Führerständen überklebt. Auch hier eignet sich für späteres Lösen ein Malerkrepp zum festkleben. Das Loch für die Schraube zum Strohmabnehmer ist mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt, damit das Papier nicht einreißt.
Bild 12: Verkabelung FS2 mit SMD-Widerstand
Ich wünsche allen Modellbahnern viel Freude beim Nachbauen und Fahren mit ihrer Museumslok E 94 279. Man kann nicht genügend Krokodile besitzen...! :-)